Nomadic Massive ist der Versuch, unterschiedliche Musikstile zusammenzubringen und die Verbindungen dazwischen zu finden. Aktuelle elektronische Sounds wandern und connecten inzwischen ebenso schnell durch die Welt wie Informationen und Diskurse. Auch in Leipzig gibt es immer mehr DJs, die ihren Blick hin zu neuen globalen Musikhybriden öffnen und weitergeben wollen. Manche nennen das dann „Tropical“, doch Nomadic Massive will nicht nur mit musikalischem, sondern auch politischem Feingefühl grooven und solche postkolonialen Zwiespältigkeiten wie die westliche Freude am achso Anderen oder auch Geschlechterfragen mitdenken. Das Line-Up für diese erste Nomadic Massive wagt also den Spagat zwischen Vielfalt und Vermischung.
DJ Nine ist eine der Gründerinnen der Propellas-Crew und wird an diesem Abend Hip Hop & Electro aus aller Welt spielen. porpoise, von ihrer Homebase Sub.Island mal als Leipzigs Bass-Selecta-Queen betitelt, will mit ihrer UKFunky-Auswahl die afrikanischen Einflüsse auf die Londoner Clubkultur hörbar machen. aural* guerilla waren in den letzten Jahren regelmäßig die ersten, wenn es darum ging, neue lateinamerikanische oder afrikanische Stile zu präsentieren. Diesmal wird der Focus auf urbanen afrikanischen Sounds und Moombahton, der Fusion von Puerto Ricanischem Reggaeton und europäischem House, liegen. Dazu gibt es ein Special mit aktuellen Sounds aus Haiti. Chamigo kommt aus Buenos Aires/Argentinien und spielt, wie schon auf der letzten Bassmaessage im Zoro, Electro- & Digital Cumbia, also die elektrifizierte Variante des kolumbianischen Tanzstils. Offene Ohren könnten also am Freitag, den 20.01. ab 22 Uhr in der Damenhandschuhfarik ihr temporäres Glück finden, Eintritt: 4€ + 1€ Radio Blau-Soli – für die Vielfalt der Stimmen.
Vom 12. bis 15. Januar 2012 findet im schweizerischen Bern zum dritten Mal das Norient Musikfilm Festival statt. Unter dem diesjährigen Festival-Schwerpunkt «Parodie, Tanz und Sex: Andere Formen des Protests» zeigt Norient Dokumentarfilme zu Dancehall in Jamaika, HipHop in Marokko und Libanon, Generationenkonflikten in den Bergen Albaniens, zu einem spannungsreichen Kulturaustausch zwischen rumänischen DJs und Roma-Musikern, und zu einem politisch aufgeladenen, emotionalen Tanzball in Nordirland. Höhepunkte sind ein schockierender Blick hinter die Kulissen der Bauchtanz-Industrie Kairos, das ghanaische Hip-Hop-Musical «Coz Ov Moni» («wegen dem Geld») und der Live-Auftritt von dessen Hauptprotagonisten Wanlov The Kubolor, M3nsa. Ein weiteres Live-Konzert geben der Kenianer DJ Edu und Gazelle aus Südafrika.
Das komplette Programm, mit Hintergrundartikeln sowie Trailern findet ihrhier!
Unglaublich! Nach zwei Jahren ist es ENDLICH soweit! Kottarashky aus Sofia, Bulgarien, kommt zu seinem ersten und auch einzigen Konzert nach Deutschland und Leipzig und spielt am Donnerstag, dem 1.Dezember 2011 im Raum der Kulturen (Engertstrasse 23, am Bhf Leipzig-Plagwitz). Das Konzert reiht sich in die Kategorie Watcha Clan oder Anakronic Electro Orkestra ein und das ist wahrlich nicht zuviel versprochen.
Vor zwei Jahren erschien Kottarashky`s Debutalbum „Opa Hey“ beim Berliner Label Asphalt Tango. Musikalisch hebt es sich extrem von anderen Veröffentlichungen des Labels, darunter die Fanfare Ciocarlia, Mahala Rai Banda oder KAL, ab. „Opa Hey“ ist das Ergebnis musikalischer Experimente mit Sounds des Balkans, eingefangen und zusammengebastelt von einem Hobbymusiker. Kurzum, es ist eines der Alben, die nur alle 10 Jahre erscheinen. Und so wählte es nicht zuletzt das rennomierte englischsprachige „Weltmusik-Magazin“ Songlines zum “ Top Of The World Album!“ Aber genug gesagt. Links zu einem sehr ausführlichen Interview mit Kottarashky und zu seiner myspace-Seite findet ihr ganz unten. Jetzt kommt die Musik:
… and the Beat goes on! Die Playliste der no eXotik! no turistiK! Radioshow vom 30.10.2011 kommt diesmal mit ganz vielen Gimmicks. Am Ende der Playliste der Link zum Album „Music for Saharan Cellphones“ für den kostenlosen Download. Und die Alben, die schon in der Playliste pink auftauchen, erreicht ihr ebenfalls über einen Klick. Auch diese stehen zum kostenlosen Download bereit. Aber vorher heißt es:
Artist – Song – Album – Label
Chancha via Circuito – Deportes – Rio Arriba – ZZK Records
Edu K vs Fauna vs Dubbel Dutch – Zombies Jumpin (Un Mono Azul Mash Up) – Edits/Mashups/Remixes – CC
So schnell ging`s noch nie! Zuerst topaktuell die Playliste der no eXotik! no turistiK! Radioshow vom 15.10.2011 und danach noch meine Favoriten des Dbanji Videowettbewerb und der Link zum kostenlosen Download der EP „Put some red on it“ vom Afro-Futuristen Spoek Mathambo. Viel Spaß!
Artist – Song – Album – Label
Shazalakazoo – Merava Mindsake – Karton City Boom – Eastblok Music
Besh O Drom – Csángó leány – Kertünk Alatt/Down in the garden – NarRator Records
Besh O Drom – Túl e vizen (Jutasi and Sab Remix) – Kertünk Alatt/Down in the garden – NarRator Records
Äl Jawala – One Eleven – the Ride – Jawa Records
La Caravane Electro – Olga – Balkan Bootleg Vol.1 – Compagnie du Tire-Laine
Shazalakazoo – Aleva – Karton City Boom – Eastblok Music
Shazalakazoo – Kalafonication – Karton City Boom – Eastblok Music
TIV ft. Vector & Proverb – Komole Remix
Saba Saba – Harambe – Single
Dbanji – Oliver – Single – Mohitsrecords
The Very Best – Super Mom ft. Baloji – Single
Spoek Mathambo – Dog to Bone – Put some red on it – Sub Pop Records
Spoek Mathambo – Put some red on it (Shabazz Palaces Remix) – Put some red on it – Sub Pop Records
Buraka Som Sistema – (We stay) up all night – Komba – Enchufada
Malputo Dest ft. Specta – Barna-Panam-Offishall
Gotan Project – Chunga`s Revenge (Axel Krygier Remix) – La Revancha en Cumbia – Ya Basta!
Gotan Project – El Capitalismo Foráneo (Bomba Estéreo Remix) – La Revancha en Cumbia – Ya Basta!
Bien Warrior – Chaco
Fauna – E – ManShines – ZZK Records
Fauna – Andino – ManShines – ZZK Records
Lido Pimienta – Dije Guau – Hasta la Cumbia, Siempre! – Ultrapop
Seit dem 18.August lief der Wettbewerb zum Dreh eines Videos, den das Label Mohitsrecords für die neue Dbanji-Single „Oliver“ ausgeschrieben hatte. Wieviele Videos gedreht wurden weiß ich nicht, aber es waren einige, die zur Auswahl standen. Gewinnen sollte das Video, welches die meisten Stimmen bekommt. Seit dem 15.10. ist die Seite geschlossen und ich warte gespannt auf die Sieger. In der Zwischenzeit könnt ihr euch meine Favoriten ansehen. Die Reihenfolge ist keine Wertung.
Vielleicht sollte ja das TFF Rudolstadt das Lied zum offiziellen Festivalsong 2012 erklären. Immerhin ist Streetdance der Tanz des Jahres und einfacher kann mensch es gar nicht mehr haben. Dbanji würde wohl auch die letzten Skeptiker im Forum überzeugen.
Hier geht`s zur Seite von Spoek Mathambo und zum kostenlosen Downloadlink, allerdings nur bis zum offiziellen Release!
Hier die Mixe, mit entsprechenden Downloadlinks , die in der no eXotik! no turistiK! Radiosendung am 2.1.2011 gelaufen sind.# 1 Maga Bo – Outras Terras Mixtape
Schon wieder hat es mächtig lange gedauert, bis ich hier endlich ein Playlisten-Update der no eXotik! no turistiK! Sendungen der vergangenen Monate veröffentliche. Und wie zur Strafe, ist die Liederreihenfolge der Sendung vom 7.8. nur noch in Fragmenten vorhanden. Das Blatt liegt wahrscheinlich schon geschreddert auf einer der Müllhalden dieser Welt. Sei es drum, es gilt immer folgende Lesart:
Artist – Song – Album – Label
no eXotik! no turistiK! 7.8.2011
Alsarah 5000 – Jamilla
Mister Abbas, Lon`Jon, Kimja, Teichmann – Dirty Laundry – BLNRB – Out Here Records
Nazizi, Sasha Perera, Mister Abbas, Jahcoozi – Madhouse – BLNRB – Out Here Records
Ukoo Flani, Jahcoozi – Msoto Millions – BLNRB – Out Here Records
Alai K, Teichmann – Everyday without you – BLNRB – Out Here Records
Nazizi, Mister Abbas, Modeselektor – Monkeyflip – BLNRB – Out Here Records
Alsarah 5000 – Fi Himaka
no eXotik! no turistiK! 21.8.2011
King Ayisoba – my friend, my friend – Modern Ghanaians – Pidgen Music
Freaky Philip – Que se sienta (Original Mix)
Jon Kwest – Cubia – Moombahton Massive 5 EP – Sol Selectas
Fat & Ugly – Indian Giants (Jabo`s Moombahton Edit)
Nickodemus – A New York Minute (Wildstyle Bootleg Mix)
Abbas Kubaff – Piracy
Abbas Kubaff ft. Chantelle – Tokelezea – KBF – 254 A
DAN ft. Fela Kuti – Banjuka Refix
Bamzigi ft. Kaytrixx & FBI – Bachette (Radio Edit)
Muthoni the Drummer Queen – Welcome to the disco – p. unreleased
Young David Muzik – Anna Sudanny
Bongo Sidibe – Jah protect my people (ft. Black Nature) – Audio Refugee Compilation – Stronghold Sound
Cazyapjazz – Yelken Actim ft. Eflatun – Sehnaz Delirdi – Anason Records
Cazyapjazz – Sehnaz Sirto – Sehnaz Delirdi – Anason Records
Siji – Ijo (Manoo Blackhawks vs Super Eagles Dub) – Siji – Sole Channel Music
Singleton ft. Tiken Jah Fakoly, Awadi, Phaduba, Elie Kamano, Les Benis & Yovo – MotoTaxi – ? – Benedi Records
General Pype ft. Dagrin, Vector, Naeto C., Sasha & GT – Champion Remix
Sarkodie – You Go Kill Me – Single – DuncWills Entertainment
5Five ft. Appiatus – Uhm Ahh
Kay-Ara ft. Lil` Shaker – Me Dough
Zero Plastica ft. Bobby Soul – Get To Groove
HyperNomad – Panjabgauze
Trottel – Time Traveller Reloaded (Nomad Experience)
HyperNomad – Papaza
Kinky Electric Noise – Champetero Electroso – Perreo Digital (A Trip into Electro Champeta)
Kinky Electric Noise – Wazamayeta – Perreo Digital (A Trip into Electro Champeta)
Kinky Electric Noise – El Sapo (KEN Remix) – Perreo Digital (A Trip into Electro Champeta)
Al Jawala – Toulouse Groove (M`siou Rigolitch Rmx)
Shazalakazoo – Bang Bang
La Cherga – Here comes La Cherga (La Cherga vs Nadastorm – DJ Rüstico Mashup)
Daniel Haaksman – Puerto Rico (Neki Stranac Moombahton Mix)
Zum Schluß noch mehr Informationen zu den oben gezeigten Bildern, die die neueste Kollektion von Vivienne Westwood zeigen.
Hinreichend bekannt für diverse Projekte, in denen sie auf soziale Missstände aufmerksam macht oder politische Entscheidungen anzweifelt – man denke an ihre Frühjahr-/Sommerkollektion 2008, der sie den Namen 56 verlieh, um auf den Vorschlag Gordon Browns, die Dauer, in der Verdächtige ohne Anklage inhaftiert werden können, auf 56 Tage zu erhöhen, anzuspielen – birgt auch ihre neueste Kooperation weit mehr als nur modisches Potenzial.
DasVivienne Westwood Ethical Fashion Africa Project ist eine Zusammenarbeit mit dem International Trade Center, das sich- neben vielen anderen Aufgaben – um hilfsbedürftige Frauen in Afrika kümmert. Aus recycelten Werbebannern und alten Safari-Zelten ist eine Kollektion von handgemachten Shoppern entstanden, deren Verkaufserlös zu 100 % an das Center geht. Gefertigt wurden die Taschen von Hand und zwar von Frauen, denen der Erlös aus dem Verkauf der Kollektion zugute kommt: Randgruppen aus Nairobi und Kenya, darunter Witwen, HIV/AIDS Opfer und solche, die in extremer Armut leben.
Leider entfällt das Konzert mit Trottel Stereodream Nomad Experience und HyperNomad und darum auch das geplante Gespräch mit Tamas Rupaszov. Um den Abend nicht vollends ins Wasser fallen zu lassen, haben wir uns entschlossen zwei Filme zu zeigen, die einen Einblick in die rechte Szene Ungarns geben. Im Anschluß an die Filme gibt es noch eine Party u.a. mit einer Special-Magyar-Section mit den DJ`s Selecta Pehle (Zonic) & DJ Kiesl (abvmob). Start mit den Filmen ist 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Hier Infos zu den Filmen:
DÜBÖRÖG A NEMZETI ROCK / ROCKING THE NATION
Der „Nationale Rock“ gilt als eine der wichtigsten Stützen des „System Jobbik“ in Ungarn. Von 2005 bis 2007 folgte Borbála Kriza einem seiner führenden Vertreter, dem Leadsänger von Romantikus Eroszak (Romantische Gewalt) Balázs Sziva (der 2009 beteiligt war, als das „wahre nationale Lager“ einen Schulterschluss vollzog). In sehr persönlichen Gesprächen, auf Konzerten, bei Treffen mit Fans, auf Tour durch Transsylvanien – das ebenso wie die serbische Vojvodina als Teil von „Groß-Ungarn“ angesehen wird – und in Interviews mit weiteren Protagonisten der Szene dringt Kriza tief in deren Strukturen und Denkmuster ein.
Ungarn 2007
70 min, OmeU
Regie: Borbála Kriza
IL CUORE D’EUROPA / DAS HERZ EUROPAS
Im November 2008 erregte der Mord an einem 14-jährigen Mädchen unweit von Budapest nationales und internationales Aufsehen, da er von der rechtsextremen Jobbik als Anlass genommen wurde, eine angebliche „Zigeunerkriminalität“ – die bis heute als Kampfbegriff von ihr verwendet wird – zu propagieren und mittels der neu gegründeten Bürgerwehr „Magyar Gárda“ Aufmärsche und abschreckende Maßnahmen in Roma-Siedlungen zu veranstalten. Ausgehend von diesen Ereignissen folgt Roberto Festa zwei Protagonisten der Garde, begleitet sie in ihrem Alltag und den politischen Aktivitäten und bietet einen tiefen Einblick in rechtsextremes Denken und Handeln, den man so noch nicht gesehen hat.
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