no eXotik! no turistiK! radioshow from 11.9.2022 on Radio Blau, Leipzig

Posted in Uncategorized on 16. September 2022 by radioglobalistic

This is the no eXotik! no turistiK! radioshow. Broadcasted on sunday, 11.9.2022 on Radio Blau, Leipzig, Germany.
Have fun while listening!

Playlist:

1. Goat – Under No Nation
2. Lianne Hall – Energy Flashback
3. Lianne Hall – Circle of Wagons
4. Maral – Feedback Jam
5. Bo Sedkid – Salennepa
6. Bo Sedkid – Kavvandha
7. Mahotella Queens – Abaculi Bethu
8. Mahotella Queens – Umculo Kawupheli
9. Jamaica Mnanda – Kama Ipo Ipo
10. A Trio – The Shape Of Jazz That Came
11. Wukir Suryadi – Dua
12. Wukir Suryadi – Tujuh (Zaliva-D Remix)
13. Sarathy Korwar – Utopia Is A Colonial Project
14. Gaoulé Mizik – A Ka Titine (Kay Suzuki Gwoka Dub)
15. Amaliya Group – Benula Ey (Open Up, Benula!)
16. Amaliya Group – Muzimu Ukupenja Imwe (Spirit is Looking For You)
17. Mauskovic Dance Band – Buckaroo Bank
18. Mauskovic Dance Band – Zwaar
19. Ramses3000 – Avida Dollars (feat. Chen B)
20. Yanna Momina – Ahiyole (Clapping)
21. Yanna Momina – Heya (Welcome)
22. Ustad Noor Bakhsh – Kalam Lolo
23. Billo Thumka Laga – Ūṁěr ƛsłẩṁ
24. What Are People For_ – What Are People For
25. Theus Mago – Bay Area

radioglobalistic präsentiert: ONOM AGEMO & THE DISCO JUMPERS & AHMED AG KAEDY – live am Sonntag, dem 10.7.2022 in der Markthalle Plagwitz

Posted in Uncategorized on 19. Juni 2022 by radioglobalistic

radioglobalistic präsentiert am Sonntag, dem 10. Juli das gemeinsame Projekt des malischen Gittaristen und Sängers AHMED AG KAEDY mit dem Berliner Projekt ONIOM AGEMO 6 THE DISCO JUMPERS. Anfang Juli erscheint das zweite Album „Tartit“ auf Agogo Records und das werden sie vorstellen.

Unter der Leitung des rastlosen Saxophonisten Johannes Schleiermacher hat das Berliner Quintett Onom Agemo & the Disco Jumpers Grenzen des Afro- Funk bis zum Äußersten verschoben, indem es  explosive Jazz-Improvisationen, weit abgefahrenen Krautrock,  sprudelnde Keyboard-Sounds und Psychedelia zu einer fesselnden musikalischen Melange verarbeitet hat. Begleitet werden sie von dem malischen Gitarristen und Sänger Ahmed Ag Kaedy, mit dem sie das Album Tartit eingespielt haben und der eine gewaltige Dosis Desert Blues einfließen lässt.

Diese Begegnung ist ein Unikat: Das Berliner Quintett setzt seine klangvolle musikalische Reise mit dem Sänger, Gitarristen und Songschreiber Ahmed Ag Kaedy aus Mali fort. Das neue Programm „Common Stars“ präsentiert erstmals Stücke, die in den vergangenen Monaten gemeinsam komponiert wurden. Ergänzt wird das Repertoire durch Songs des Albums „Tartit – Unity“, das am 1. Juli 2022 von Agogo Records veröffentlicht wird.

Ahmed Ag Kaedy, der Musiker vom Nomaden-Volk der Kel Tamasheq (in Europa bekannt als Tuareg), und die Band bringen ganz eigene musikalische Perspektiven in ihre faszinierende Kooperation ein. Hier der traditionelle Wüsten-Blues und -Rock der Südsahara, bekannt durch Bands wie Tinariwen und Tamikrest, den Ahmed Ag Kaedy seit 2007 mit seiner Gruppe Amanar de Kidal erfolgreich auf internationale Bühnen bringt. Dort ein Quintett von Musikern mit Verwurzelung im Jazz und einem erklärten Faible für Grenzüberschreitungen. Bereits vor dem Zusammenspiel mit Ag Kaedy zeigte Omon Agemo ein profundes Wissen über Musik aus Nordafrika, etwa Trance-Rhythmen und -Melodien marokkanischer Gnawa-Bruderschaften. 

Gemeinsam eröffnen Onom Agemo und Ahmed Ag Kaedy dem Sahara-Rock neue Horizonte. Im Zentrum stehen Ag Kaedys eindringlich-kehliger Gesang, seine mal rhythmisch-gesprochenen Phrasierungen, mal insistierenden Melodien, sowie die charakteristisch staubtrockenen Gitarrenriffs und -linien seiner E-Gitarre. Zuweilen suggeriert Kaedys Rhythmik das unbeirrte Vorwärtsstreben einer Karawane, unterstützt oder auch angespornt vom agilen Drummer Bernd Oezsevim und Kalle Enkelmanns pulsierendem Bass. 

Für den singulären, zwischen erdigen und spacigen Tönen, Psychedelic und Freiheitsdrang changierenden Sound sorgen die weiteren Musiker. Markant-heisere Rufe von Johannes Schleiermachers Tenor-Saxophon und Jörg Hochapfels eigenwillige Synthi- oder Orgel-Sounds hat man im Wüstenrock-Kontext so noch nie gehört; flirrende Flöten und zwitschernde Electronica über hypnotische Grooves erzeugen Trance-Atmosphäre. Gitarrist Kalle Zeier spielt eindrückliche Duette mit Ag Kaedy  und fiebrige Improvisationen. Betörende Dialoge zwischen Sänger und Band, zwischen scharfkantigen Saxophon-Einwürfen und Orgel heizen die Stimmung weiter an. 

Ahmed Ag Kaedy, Jahrgang 1979, absolvierte wie viele Kel Tamasheq eine militärische Ausbildung, wechselte aber bald vom bewaffneten zum künstlerischen Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit. Die Tragik seines Volkes, erst vom Staat Mali unterdrückt, dann von Islamisten terrorisiert zu werden, bestimmte auch Ag Kaedys Leben. Bedroht von Dschihadisten, emigrierte er aus der heimatlichen Umgebung von Kidal zunächst nach Niger, später nach Bamako. Erfahrungen, die bis heute seine engagierten, politisch bewussten, gleichermaßen poetischen wie dringlichen Songtexte prägen, in denen Kaedy für Verständigung und Selbstbestimmung plädiert. Seine Band Amanar erlangte erst national (Auszeichnung als beste neue Band beim Festival au Desert 2010), dann auch mit Tourneen durch Europa Bekanntheit. 2018 kam Ag Kaedy für die Premiere des Filmes „Mali Blues“, in dem er eine zentrale Rolle spielt, nach Berlin. Wenig später begann die Zusammenarbeit mit Onom Agemo, die zu mehreren Konzerten (u.a. Kopenhagen Jazz Festival) und der Single „Onin Okalan“ (auf Deutsch: Bewusstwerdung) bei Agogo Records führte. 

Onom Agemo & The Disco Jumpers, 2013 von Johannes Schleiermacher gegründet, hat bislang drei Alben veröffentlicht. Die Band wurde bereits von verschiedenen internationalen Festivals eingeladen und pflegt einen regen transkulturellen Austausch mit außereuropäischen Musikern, etwa dem Ismael Orchestra aus Meknes (Marokko), Asmâa Hamzaoui, Khalid Sansi und Khalil Mounji aus Casablanca (Marokko). Ihr jüngstes Album, „Magic Polaroid“, präsentiert die Zusammenarbeit mit der dänisch-mozambikanischen Sängerin Natalie Greffel.

Das Konzert findet in der Markthalle Plagwitz statt. Die befindet sich in der Markranstädter Straße8 , in 04229 Leipzig-Plagwitz. Karten nur an der Abendkasse! Einlass: 19h – Start: 20h

radioglobalistic präsentiert: COMPANIA BATACLAN – Balkan-Klezmer-Reggae-Ska aus Bochum – live am Sonntag, dem 5.6.2022 in der Markthalle Plagwitz

Posted in Uncategorized with tags , , , , on 31. Mai 2022 by radioglobalistic

radioglobalistic präsentiert Euch an Pfingstsonntag das Kollektiv COMPANIA BATACLAN aus Bochum.

COMPANIA BATACLAN ist eine 6-köpfige Band aus dem Ruhrgebiet, die musikalischen Abwechslungsreichtum mit politischem Anspruch verbindet. Die Texte sind entweder selbst geschrieben oder übernommen.
Mit ihrem Stilmix schafft die Compania einen spannenden Soundclash, der Balkan-Musik, Klezmer, Rock, Reggae und Ska verbindet. Neben der musikalischen Vielfalt überrascht die Band auch mit politischer Satire.
Mit ihrem Namen beziehen sie sich auf eine libertäre Gruppe im Umfeld einer Bar in Madrid namens Bataclan, die den Plan fasste, ein Attentat auf den spanischen Diktator und Vorgänger Francos, Primo de Rivera, zu verüben.

Das Konzert findet in der Markthalle Plagwitz, Markranstädter Straße 8, statt. Einlass ist um 19h und das Konzert beginnt um kurz nach 20h. Karten gibt es nur an der Abendkasse.

Hier ein Livevideo der Compania, aufgenommen im Subrosa, in der Dortmunder Nordstadt.

radioglobalistic präsentiert: bANDISTA – Radical Anatolian Ska aus Istanbul – live am Sonntag, dem 22.5.2022 in der Markthalle Plagwitz

Posted in no eXotik! no turistiK! with tags , , , , , on 23. April 2022 by radioglobalistic

Zehn Jahre nach ihrem ersten Konzert, damals noch im Raum der Kulturen, macht die siebenköpfige Gruppe erneut Halt in Leipzig. Der Name bANDISTA steht kurz für „Bando Istanbul“ und die MusikerInnen sind sind Teil eines Kollektivs, das seit 2006 verschiedene Musikrichtungen mit politischen und gesellschaftskritischen Inhalten verbindet. Ihre musikalischen Wurzeln finden bANDISTA in der kulturellen Vielfalt Anatoliens, betonen jedoch zugleich ihre internationalistische Haltung. Die Mitglieder der Gruppe bewahren konsequent ihre Anonymität und immer wieder spielen andere MusikerInnen zusammen. Zum Beispiel treten die Frauen des Kollektives auch unter dem Namen bANDSiSTA auf.

bANDISTA verstehen sich explizit als StrassenmusikerInnen. Das ist ihr Weg um sich mit den gesellschaftlichen und politischen Realitäten auseinander zu setzen und gleichzeitig ein wirkungsvolles Mittel der Solidarität. Ob zur Unterstützung der streikenden ArbeiterInnen einer Textilfabrik, während der Gezi-Proteste oder hier in Deutschland auf dem Klimacamp. bANDISTA gelingt es mühelos das Publikum mit einem Offbeat und einer Botschaft zum tanzen zu bringen.

bANDISTA treten am Sonntag, dem 22.Mai 2022 um 20 Uhr live in der Markthalle Plagwitz auf. Die befindet sich in der Markranstädter Straße 8, in Leipzig Plagwitz. Tickets für das Konzert gibt es nur an der Abendkasse.

Hier noch zwei Livevideos. Das erste zeigt ein Konzert am 1. Mai 2021 in Ankara. Das zweite einen Ausschnitt von ihrem Konzert im Raum der Kulturen, Leipzig im Jahr 2012.

FHUNYUE GAO & SVEN KACIREK live am Samstag, 19.3.2022 in der Markthalle Plagwitz

Posted in Konzert with tags , , , , on 13. März 2022 by radioglobalistic

Am Samstag, dem 19.3. spielen Fhunyue Gao und Sven Kacirek live in der Markthalle Plagwitz. Das Konzert im Rahmen des Periphere Sounds Festivals sollte bereits im November stattfinden und wird jetzt nachgeholt.

In dem Projekt treffen zwei unterschiedliche Medien und künstlerische Konzeptionen aufeinander. Gao auf der einen Seite, eine in der Schweiz lebende Regisseurin, Performerin, Musikerin und eine häufige Mitarbeiterin von Annalena Fröhlich, Thom Luz und vielen anderen, die darüber hinaus Mitglied der Genfer MusikerInnenvereinigung Bongo Joe Records ist. Kacirek hingegen, ein etablierter Musiker, der zwischen Hamburg und Kenia lebt, mit mehreren Veröffentlichungen auf Labels wie Honest Jon’s und Bureau B und einer ebenso illustren wie vielfältigen Liste von Kollaborationen, darunter Shabaka Hutchings, Ogoya Nengo, Marc Ribot , John McEntire, Hauschka und Nils Frahm.

Was mit einer zufälligen Begegnung bei der gemeinsamen Arbeit an einem Tanzprojekt in den Niederlanden begann, wurde den beiden schnell als eine gemeinsame musikalische Sensibilität deutlich, die einer weiteren Erkundung bedarf. Im Zentrum stand dabei die Begegnung ihrer Instrumente und ihrer unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten. Das Spielen von Kombinationen aus Marimbas, Schlagzeug, Perkussionen, Elektronik, Theremin, Buchla-Synthesizer und Klavier in Off-Probe-Sessions während Gaos und Kacireks späterer Zusammenarbeit für ein Theaterstück gewann für die beiden immer mehr an Bedeutung.

Was als unwahrscheinliche Begegnung begann, entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einer spielerischen, unvorhersehbaren, aber tief entwickelten und substanziellen Angelegenheit. Erhabene, ätherische Schichten von Synthesizer und Theremin werden von zarten und wechselhaften Percussion-Anfällen kompensiert und es entstehen rauschhafte Soundcollagen irgendwo zwischen Minimal Music und Pop.

Die Markthalle Plagwitz befindet sich in der Markranstädter Straße 8, in 04229 Leipzig-Plagwitz. Einlass ist um 20 Uhr. Es gilt die 3G Regel.

Hier das Video zum bisher veröffentlichen Track Bowie:

Und noch eine Kurzdoku zum Projekt von Fhunyue Gao und Sven Kacirek:

! music & WORDS you should listen to !

Posted in no eXotik! no turistiK! with tags , , , , , , , on 1. November 2021 by radioglobalistic

VARIOUS – Burkina Faso: Vol 2 – Sublime Frequencies

OWINY SIGOMA BAND – The Lost Tapes – Brownswood Recordings

FOGO FOGO – Fogo Fogo – ?

LÉLOU – Capito – Babani Records

PERIPHERE SOUNDS FESTIVAL – 4 GESPRÄCHE & KONZERTE über KONTEXT & BEDEUTUNG zwischen AVANTGARDE, TRADITION & HYBRIDEN SOUNDS

Posted in Konzert, no eXotik! no turistiK!, Uncategorized, Video with tags , , , , , , , , , , , on 19. Oktober 2021 by radioglobalistic

Im November veranstaltet radioglobalistic die letzten beiden Konzerte im Rahmen des Minifestival „Periphere Sounds“. Beide Konzerte sowie ein einführendes & moderiertes Gespräche mit den KünstlerInnen finden an den Sonntagen 21.11. und 28.11. in der Markthalle Plagwitz statt. Hier findet ihr weitere Infos zu OZAN ATA CANANI und dem Duo SVEN KACIREK & FHUNYUE GAO, sowie Livevideos und Links zu den aktuellen Alben. Ihr erfahrt auch warum der Titel „Periphere Sounds“ gewählt wurde. Die Gespräche beginnen immer um 17 Uhr, die Konzerte um 19 Uhr. Die Gespräche sind kostenfrei. Für die Konzerte wird ein Eintritt erhoben, wobei ihr Euch selbst einschätzen könnt. Minimum sind 8,- Euro. Für beide Konzerte gilt die 2G-Regel. Hier die Termine:

21.11.2021 – OZAN ATA CANANI live

Ata Canani war noch ein Teenager, als er 1978 den bis heute vielleicht wichtigsten Song über die Situation der ersten GastarbeiterInnen-Generation in Deutschland schrieb: „Deutsche Freunde“. Nur wenige Jahre zuvor war er selbst aus der Türkei in das Land gekommen, das seine Eltern im Zuge des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens zu sich gerufen hatte, und denen es doch nie Heimat wurde. Die Konflikte, die sich daraus bis heute ergeben, brachte er in wenigen Worten auf den Punkt: „Und die Kinder dieser Menschen sind geteilt in zwei Welten. Ich bin Ata und frage euch, wo wir jetzt hingehören. Unsere deutschen Freunde. Sie haben am Leben Freude.“ So bissig die Kritik, so beschwingt klingt die Musik, mit der Ata Canani seine Botschaft vorträgt. Damals bereits ein Meister an der elektrifizierten Bağlama, schuf er einen völlig neuen Sound, mit dem er früh den Weg für den heute allerorten gefeierten anatolischen Rock der Siebziger Jahre in westliche Ohren geebnet hat. Und doch hatte Ata Canani nie den Erfolg, den er verdiente. Erst 2013 wurde seine Musik für die Compilation Songs of Gastarbeiter wiederentdeckt und neu aufgenommen. 2021 erschien auf dem Staatsakt-Sublabel Fun in the church schließlich doch noch das Debütalbum, auf das die Welt über 40 Jahre warten musste.

Aktuelles Album „Warte mein Land, warte“

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28.11.2021 – SVEN KACIREK & FHUNYUE GAO

Nach etlichen überaus spannenden Projekten mit kenianischen MusikerInnen kommt der Hamburger
Perkussionist und Elektronikproduzent SVEN KACIREK für ein neues Projekt mit der Musikerin FHUNYUE GAO
zusammen. Mit einem Instrumentarium aus Marimbas, Drums/Percussions, Electronics, Theremin & Buchla-
Sythesizer schaffen sie rauschhafte Miniaturen, die manchmal ins Experimentelle abgleiten, um dann,
Soundcollagen gleich, wieder Anleihen im Pop zu suchen.

Das Duo lernte sich an einem regnerischen Tag in Tilburg (NL) bei der Arbeit an einem Tanzprojekt kennen. Sie kamen aus sehr unterschiedlichen Richtungen. Sven, ein Musiker, der zwischen Hamburg und Nairobi lebt, mehrere Platten auf Bureau B, Honest Jons, Naïve Records und Pingipung veröffentlicht hat und mit verschiedenen Künstlern wie Sofia Jernberg, Nils Frahm, Shabaka Hutchings, Stefan Schneider, Hauschka, John McEntire und Marc Ribot zusammengearbeitet hat.

Fhunyue, ein Chamäleon aus Regisseurin, Performerin und Musikerin, arbeitet allein und unter anderem mit Annalena Fröhlich (ROBINROBIN, J.A.W.I.S. Just Another Woman In Space), Thom Luz, Unplush, Peeping Tom, Dorit Chrysler, Ko Murobushi, Damien Jalet, The Scottish Dance Theatre und demBern Ballett zusammen.

Bei ihrer Begegnung stellte sich schnell heraus, dass sowohl ihre musikalische Sensibilität als auch ihre Instrumente (Marimbas, Drums/Percussions, Elektronik, Theremin, Buchla Synthesizer) verblüffend gut zueinander passten, und dass sie zusammen spielen mussten. Nach einer kurzen Zeit rockiger Lebensabenteuer und Theaterprojekte, in denen sie zusammenarbeiteten, wurden ihre Off-Proben-Sessions zu einer lebendigen Notwendigkeit. Der Wunsch, ein ganz eigenes Projekt ins Leben zu rufen, wurde so stark, dass sie sich im Januar 2020 in Svens Studio in Hamburg einschlossen und mit der Arbeit am Debüt ihres Duos begannen. Das Ergebnis wird Anfang November auf dem Leipziger Label Altin Village & Mine erscheinen.

Ein Livevideo folgt demnächst!

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WORUM GEHT ES beim PERIPHERE SOUNDS FESTIVAL?

Peripher bedeutet umgangssprachlich „am Rande befindlich“ oder „nicht nennenswert“. Dabei ist gerade dieses Umfeld für musizierende Individuen ein besonderes Erfahrungs- und Gestaltungsfeld. Hier verarbeiten MusikerInnen, KomponistInnen und SoundkünstlerInnen lokale und globale Einflüsse zu eigenständiger Musik und eigenwilligen Soundscapes. Die Musik reicht von avantgardistischen Formen über traditionelle Musik bis hin zu hybriden Klängen.Oftmals sind es SolokünstlerInnen oder Kleinstprojekte, ein Duo oder Trio, das sich hier zusammenfindet, experimentiert und Neues kreiert. Nicht nur Musik, auch Instrumente und Darstellung bekommen in diesem Rahmen oftmals eine ganz neue Bedeutung. Indem Musik aus ihrem sozialen und kulturellen Kontext gelöst wird, werden neue Regeln aufgestellt.Das geschieht teilweise bewusst, oft aber zufällig oder als eine Reaktion auf die vorgefundenen Bedingungen. Oft ist es ein Mangel an Ressourcen, der Menschen zu anderen Produktionsweisen zwingt, sei es das Heimstudio oder die Benutzung des eigenen Laptops als „Studio“. Es gilt aber auch: Wer auf sich aufmerksam machen möchte muss zwangsläufig neue Wege beschreiten. Das Schaffen von Neuem wird ein bewusster Prozess, da die SchöpferInnen sich so ganz darauf konzentrieren können, was ihnen gefällt, ohne auf die Geschmäcker der HörerInnen zu achten. Oftmals werden solche Versuche vorschnell abgetan; als zu wenig kommerziell, als schlecht produziert, als schlecht verträglich für die Ohren. Aber es sind Ergebnisse die in der realen Welt unter realen Bedingungen entstehen. Die Fragen, die sich für die HörerInnen stellen, können folgende sein: Wie ordnen sie das Gehörte ein? Wie rezipieren sie Musik, die sich den bekannten Klängen und Darstellungsformen entzieht? Was erwarten sie von „peripheren“ Klängen? Empfinden sie die Musik als „bedeutungsvoll“? Nehmen sie neben den Globalisierungs- auch Lokalisierungsprozesse war? Das alles sind Fragen, die im Gespräch mit den MusikerInnen erörtert werden sollen. Es sind Fragen, die dann auch beim Hören wieder auftauchen werden.

! music and WORDS you should listen to !

Posted in Uncategorized with tags , , , , on 14. Oktober 2021 by radioglobalistic

VA – Zar: Songs for the spirits – JuJu Sounds

TONGA BOYS / DOCTOR KANUSKA GROUP – Umoyo Wa Muthempire (Live In the Temple) – 1000HZ Records

AMAMI – Soleil – Bongo Joe Records

THE DIABOLICAL LIBERTIES – Birds of paradise – On the corner

! music & WORDS you should listen to !

Posted in Uncategorized on 17. Mai 2021 by radioglobalistic

MARAUDEUR – Puissance – self released

LAVENDER HEX – Bunch of Flowers – self released

HEIMAT – Zwei – Teenage Menopause Records

CARSIE BLANTON – Love & Rage – self released

! music & WORDS you should listen to !

Posted in Uncategorized with tags , , , , on 14. März 2021 by radioglobalistic

DE LA CRAU – Temperi – La Compagnie du Lamparo

YUNIS – Mulid El​-​Magnoun – Kafr El Dawar

CHANTS – Poly Pointillism – Astral Plane Recordings

HOOSHYAR KHAYAM & BAMDAD AFSHAR – Raaz – 30M Records

SENYAWA – „Alkisah“ – Dezentralisierung ist die Zukunft

Posted in Uncategorized with tags , on 28. Februar 2021 by radioglobalistic

Senyawas neues Album „Alkisah“ wurde am 21.2.2021 von mehr als 40 unabhängigen Plattenlabeln auf der ganzen Welt gemeinsam veröffentlicht. Die Labels haben die volle Freiheit, ihre eigenen Versionen des Covers und der Verpackung zu entwerfen und ihre eigenen Remixe/Neuinterpretationen des Albums als Teil der Veröffentlichung zu kuratieren.

Hier ist die Liste aller beteiligter Label und den Links zum anhören.

Hier ist ein sehr ausführlicher Artikel ( in Englisch) aus dem polnischen Magazin audiopapers.

! music & WORDS you should listen to!

Posted in Uncategorized with tags , , , , , , , , , , on 5. Februar 2021 by radioglobalistic

NUMA GAMA – Memorias de Oneyda – ?

MY JAZZY CHILD – Innéisme – Akuphone

AZUMAH – Long Time Ago – Nyami Nyami Records

CHEB – Sma`Balak – ?

HIGHTLIGHTS in 2020 – music and a book

Posted in Uncategorized with tags , , , , , , , , , , , , , , , on 28. Dezember 2020 by radioglobalistic

Hi everybody. Listen to some music i found in 2020. All of this was played in the no eXotik! no turistiK! radioshow. But the most intersting to me behind all this music was the story. And there were plenty. So try yourself to discover more than an instrument, a noise or a language!

… and this is a good story to read:

SCHROOTHOOP – Instruments made from Trash

Posted in Uncategorized on 10. Oktober 2020 by radioglobalistic

Geniales Projekt dieses Trio`s aus Brüssel. Musik mit selbstgebauten Instrumenten. Unter dem Video die Liste der Instrumente die sie benutzen.

THE INSTRUMENTS

Washtub bass / double bass
A one-string bass built from a washing line and wash tub. In contrast to some traditional models, a fretboard was added.

Dustbin drum
Drum set based on garbage buckets, plastic wrap, water bottles and scrap metal.

Flutes and clarinets from PVC pipes
Kaval (Bulgarian / Turkish chromatic oblique flute), Sarewa (a pentatonic oblique flute from Niger), Floyera (Greek diatonic oblique flute) and harmonic flutes.

Pentatonic, diatonic and slide clarinet (a combination of clarinet and trombone) based on a saxophone mouthpiece, PVC tubes and a plastic bottle.

PVC pipe tubas
Each tuba is tuned to one musical note, analogous to the use of shells as a musical instrument.

Lamellophones
Thumb pianos and marimbulas made out of garden rakes, kitchen knives and steel strapping (= industrial packaging material).

Street-i-varius
Violin made from tin can, broomstick, fishing wire, coat rack. The raw, abrasive sound is created by the special shape of the bridge, which is built like the one used in the Tromba Marina, a popular instrument from the Middle Ages and Renaissance.

Karkaba
Clappers based on plastic bottles, scrap wood and hinges, inspired by the Moroccan castanets from Gnawa music.

A variety of home, garden and kitchen utensils.

radioglobalistic präsentiert: ALAI K – Afrofusion-Bengatronics-Electro from Nairobi & KHANH – Electro-Hip-Hop-Downbeat-Pop from Leipzig/Berlin – live am Sonntag, dem 27.9. in der Markthalle Plagwitz (17 Uhr: Gespräch mit den KünstlerInnen & 19 UHR: Konzert!!!)

Posted in Konzert, no eXotik! no turistiK! with tags , , , , , , , , on 15. September 2020 by radioglobalistic

radioglobalistic präsentiert Euch das 1. Konzert des Jahres und damit zwei Projekte, die äußerst spannend sind. Das in Berlin & Leipzig beheimatete Duo KHANH wird sein demnächst erscheinendes erstes Album vorstellen und ALAI K aus Nairobi, Kenia präsentiert sein gerade erschienenes neues Album Disco Vumbi Vol.2. Vor dem Konzert stehen die MusikerInnen für ein moderiertes Gespräch zur Verfügung. Hier die Infos:


ALAI Ks musikalische Wurzeln reichen lange zurück. Seit fast 25 Jahren ist der Musiker, Sänger & DJ aus Nairobi Teil der Musikszene Kenia`s. Er war Mitbegründer der wichtigsten und mittlerweile wohl auch legendärsten Hip Hop Gruppe des Landes: Ukoo Flani. Seit seinem Ausstieg dort tritt er mit dem nicht weniger innovativen Projekt Disco Vumbi auf. Nach einigen Veröffentlichungen auf dem wohl derzeit wichtigsten Label für aktuelle elektronische Musik aus Ostafrika, dem in Kampala, Uganda, beheimateten Nyege Nyege Tapes, ist sein neuestes Album Anfang September auf dem Londoner Label Byrd Out erschienen.


Darin kombiniert er elektronische Musik und die populären Musikstile Kenias der 1950er bis 1990er Jahre, darunter Mijikenda-Rhythmen, Chakacha und immer wieder Bengamusik. Die Presse schreibt dazu: „Seine überschwängliche Musik erinnert an die Freiluftpartys im Kenia der 1970er Jahre, von denen die Menschen in Staub gehüllt und von wütenden Tänzen aufgewirbelt nach Hause zurückkehrten. Der Beat ist unwiderstehlich – egal ob im stehen oder sitzen, ein Teil des Körpers wird tanzen. Und wer Kisuaheli versteht, wird die Geschichten von Magongo genießen, wo Alai aufgewachsen ist.

Einen kurzen Auftritt Anfang des Jahres hatten KHANH schon, aber in zwei Wochen wird es ein länger. Dann stellen die in Berlin lebende Sängerin Khanh Nguyen und der in Leipzig lebende Produzent und Musiker Rafael Klitzing das komplette neue Album vor. Über zwei Jahre, mit einigen größeren Pausen hat sich der Kompositions- und Aufnahmeprozess hingezogen, aber am Ende steht ein fantastisches Album das zwischen Electro, Hip Hop, Downbeat und Pop hin und her pendelt. Aus dem Nichts kommt dieses Album allerdings nicht. Khanh ist Musikerin und Sängerin beim Lao Xao Trio, das sich mit kammermusikalischem Anspruch der kreativen Aufarbeitung des vietnamesischen Volksliedgutes widmet und damit diverse Preise gewonnen hat, unter anderem den Creole und Ruth. Auch Rafael hat unzählige Projekte realisiert, darunter die Band Liloba mit dem kongolesischen Sänger Pierre Kalonji.

Das Konzert mit KHANH & ALAI K findet am Sonntag, dem 27.9.2020 in der Markthalle Plagwitz, Markranstädterstrasse8, Leipzig-Plagwitz pünktlich um 19 UHR !!!!!! statt. Bei schönem Wetter auch draußen auf dem Hof. Bereits um 17 Uhr habt ihr die Gelegenheit mit den MusikerInnen ins Gespräch zu kommen.

eXotik B-Sides #1&2 & 3

Posted in Uncategorized on 1. Juli 2020 by radioglobalistic

In eXotik! B-Sides I mix tracks that are not in the no eXotik! no turistiK! radio show, but are still worth listening to. Some kind of trash mixing.

! music & WORDS you should listen to !

Posted in Uncategorized on 9. Juni 2020 by radioglobalistic

PAR LES DAMNÉ​.​E.​S DE LA TERRE – Various – Hors Cadres

TENESHA THE WORDSMITH – Peacocks and Other Savage Beasts – On the Corner Records 

BLACK VOICES : SOLIDARITY COMPILATION – Various – Bongo Joe Records

COLOR IS NOT A CRIME – a benefit compilation – Various – Dagoretti Records

! music & WORDS you should listen to !

Posted in Uncategorized with tags , , , , , , , , , on 8. Mai 2020 by radioglobalistic

KOMBILESA MI – Esa Palenkera – Kombilesa Mi

DAMILY – Early Years: Madagascar Cassette Archives – Bongo Joe Records

RARA SOLEY – Nou La – Rara Soley

Chouk Bwa & The Ångstromers – Vodou Alé – Bongo Joe Records

! music & WORDS you should listen to !

Posted in Uncategorized with tags , , , , , , , , , , on 24. Februar 2020 by radioglobalistic

 

ALTERNATE AFRICAN REALITY – Various Artists – syrphe

SPOEK MATHAMBO – Instrumental Tales from the lost Cities of Azania – Teka Records

MASSICOT – Kratt – Bongo Joe Records

AJATE – Alo – 180g Records

radioglobalistic präsentiert: HYPERCULTE – Minimalist-Transpop-Prekraut-Postdisco from Genève & EKKE MUHÄNE – Electronica-Jazz-Noise from Leipzig – live am Montag, dem 16.12. in der Markthalle Plagwitz (19 UHR !!!)

Posted in Uncategorized on 3. November 2019 by radioglobalistic

HYPERCULTE POSTER

HYPERCULTE sind eine seltsame und gleichzeitig überraschende Band, deren Besetzung überhaupt nichts darüber verrät, was wir hören werden. Das Duo besteht aus Kontrabass und Schlagzeug. Wenn wir dann allerdings erfahren das das erste Instrument von Vincent Bertholet vom Orchestre Tout Puissant Marcel Duchamp zur Verfügung gestellt wird, einer Formation, die so brilliant ist, wie ihr Name und das zweite von Simone Aubert, einer Musikerin der eher nervösen Massicot, dann bekommen wir eine Ahnung davon, warum ihre hypnotisch musikalischen Interventionen die Fähigkeit auszeichnet, nie dasselbe anzubieten, darüber hinaus mit Neugierde funktionieren, ohne sich die Einschränkungen eines Genres aufzuzwingen. Das trifft im übrigen auch auf das Genfer Label Bongo Joe Records zu, auf dem HYPERCULTE veröffentlichen.

Dort ist im April diesen Jahres ihr zweites Album „Massif Occidental“ erschienen, welches sie jetzt live in Leipzig vorstellen werden. Auffallend an den Liedern ist der Rhythmus, überall und jederzeit, die konstante Spannung der elektronischen Schichten, kombiniert mit metronomischen und präzisen Drums. Das Ganze ist brillant komponiert, und schließlich begreift mensch das „Massif Occidental“ ein Album ist, das mit dem Kopf gespielt wird, ein Werk, das in jeder Hinsicht eindrucksvoll ist und das weiß, wie man auf den Punkt kommt.

Dieses „auf den Punkt kommen“ ist umso wahrer, als das sich die Texte von Hyperculte an dem süßen Wahnsinn einer Brigitte Fontaine orientieren. Klar wie der Tag und doch zutiefst politisch und militant, Texte, die funktionieren, weil sie wie Slogans geschrien werden, aber ohne jegliche Naivität. Kurz gesagt: Die Musik von HYPERCULTE weiß genau, wo die Balance zwischen Inhalt und Form ist, zwischen dem Bewusstsein der Welt und dem Wunsch, ihr zu entkommen, für die Dauer eines Songs.

Als Support wird der Leipziger Musiker Uwe Möller mit seinem Solo-Projekt EKKE MUHÄNE spielen. Dieses bleibt unüberhörbar das Kind des elektroakustischen Kollektivs LLLL. In den unikalen Live-Sets werden rhythmische Strukturen erschaffen, ausgebaut und verschoben, um sie sogleich mithilfe von Sequencer, Drum-Roboter und analogen Synthesizern und Effekten zu groovigen Passagen, technoiden Loops und spährischen Soundscapes zu verbinden.

Die Veranstaltung findet in der Markthalle Plagwitz (bei Egenberger Lebensmittel), in der Markranstädterstrasse 8, Leipzig-Plagwitz statt. Start ist um 19 Uhr !!!!!!!!!!!

! music & WORDS you should listen to !

Posted in Uncategorized with tags , , , , , , , , , , , , , , on 18. Oktober 2019 by radioglobalistic

ODD OKODDO – Auma – Pingipung

ANDI OTTO – Rwandance – Shika Shika

YIN YIN – The Rabbit That Hunts Tigers – Bongo Joe Records

ACID ARAB – Jdid – Crammed Discs

radioglobalistic präsentiert: BIBI AHMED & GROUP INERANE – psycedelic Sahara Rock / electrified Tamachek Folk from Agadez/Niger – live am Sonntag, dem 15.9. in der Markthalle Plagwitz (bei Egenberger Lebensmittel)

Posted in Konzert with tags , , , , , , , , , , , , , , on 24. Juli 2019 by radioglobalistic

Bibi Ahmed Poster

Vor acht Jahren, im November 2011, bin ich zufällig auf einem, vom damals ziemlich umtriebigen Schubladenkonsortium veranstalteten, Konzert in der naTo gelandet. An diesem Abend trat die Group Inerane aus dem Niger auf und es war mein erstes Live-Erlebnis mit einer Band, die unter dem schon damals nicht so recht passenden Label Wüsten-Blues eingeordnet wurde. Rückblickend kann ich sagen: Es war das beste elektrifizierte Tamachek-Folk Konzert, dass ich bisher gesehen habe. Der Schlagzeuger schien nur einen Rhythmus zu kennen, mit dem er die ZuhörerInnen immer weiter in einen trance-artigen Zustand versetzte. Gleichzeitig ließ er den drei Gitarristen damit den Raum, ihre Akkorde und Harmonien zu einem immer dichteren Klangteppich zu verweben. Und die dazu interpretierten Call-and-responce-Gesänge machten es fast unmöglich sich dem Sog dieser Musik zu entziehen.

Jetzt kommt die Band, mittlerweile in Bibi Ahmed & Group Inerane umbenannt, zurück nach Leipzig. Lange Zeit war nur sporadisch etwas von Bibi Ahmed und seiner Band zu hören, bis sich Ende letzten Jahres das, eigentlich im Punk-Genre beheimatete, Hamburger Label Sounds of Subterrania um einen Kontakt bemühte. Im Februar diesen Jahres nahm Bibi Ahmed dann in Frankfurt sein erstes Soloalbum auf, wobei er alle Instrumente an zwei Tagen selbst einspielte. Die neun Titel versprühen eine feierliche Athmosphäre und eröffnen zugleich eine neue Sichtweise auf die heutige Tamachek-Musik, in der die Unterschiede zwischen spirituellem Trance und hypnotisch, psychedelischen Blues immer undeutlicher werden. Ein neues Album der ganzen Band wird am Ende der kommenden Tour aufgenommen und erscheint Anfang 2020.

Die Themen, die Group Inerane in ihren Texten behandeln sind höchst aktuell. Es sind Geschichte von Vertreibung, Flucht und Exil. Hier kommen die eigenen Erfahrungen der Marginalisierung und Unterdrückung zum Ausdruck, die damit begann als die europäischen Kolonisatoren willkürliche Grenzen zogen. Sie erzählen Geschichte aus einem Blickwinkel, der uns unbekannt ist. Z. Bsp. das vor dem Tod im Mittelmeer, ein Tod in der Wüste und ein Tod in den Bergen wartet. Das auf der Welt Sprachen existieren, für die es keine Schrift gibt und das Worte in dieser Sprache sehr, sehr viele Bedeutungen haben können oder dass Wege sich ständig verändern, da sich durch die Winde die Massen an Sand auch ständig verschieben.

All das zusammen macht die Musik von Bibi Ahmed & Group Inerane instinktiv universalistisch

Vor dem Konzert, bereits um 17 Uhr, gibt es die Möglichkeit zu einem Gespräch mit Bibi Ahmed. Ihr seid eingeladen ihm Fragen zu stellen. Z Bsp. wenn ihr etwas über die Situation der Tuareg im Niger erfahren wollt, wenn ihr mehr über seine Musik erfahren wollt, …
Nach einer Pause beginnt das Konzert von Bibi Ahmed & Group Inerane dann um 19 Uhr.

Die Veranstaltung findet in der Markthalle Plagwitz (bei Egenberger Lebensmittel), in der Markranstädterstrasse 8, Leipzig-Plagwitz statt.

Hier zwei Livevideos von der aktuellen Tour, aufgenommen in Aalborg Dänemark.