radioglobalistic & das SchubladenKonsortium präsentieren The Ex

Am Samstag, dem 9. April 2011 spielen The Ex aus Holland in der naTo. Würde jemand die Geschichte dieser Band aufschreiben wollen, es wäre keine leichte Aufgabe, denn alleine die Nebenprojekte der einzelnen Mitglieder bewegen sich wohl im dreistelligen Bereich. The Ex selbst können im 31. Jahr ihrer Existenz auf mehr als 20 Alben und über 1400 Konzerte zurückblicken.  In musikalischer Hinsicht haben sie alles gemacht, was eine Band machen kann, außer ein Unplugged-Album. Aber ganz sicher bin ich da nicht. Am besten aber können The Ex ihre Band-Historie selbst zusammenfassen. Klickt HIER für die bandeigene EXtended EXographie.

Wer stattdessen lieber die Musik hören will, dem empfehle ich einige Songs aus den letzten 30 Jahren. Die findet ihr HIER.

Aber jetzt erstmal Bühne frei für Steve Albini von Shellac. Ihm überlasse ich es The Ex vorzustellen. Kürzer und hintersinniger geht es kaum. Passiert 1999 zum 20jährigen Geburstagskonzert von The Ex im Amsterdamer Paradiso.

Das Phänomen The Ex läßt sich dadurch charakterisieren, dass sich die Mitglieder  immer weiterentwickelt, ständig neuen Ideen geöffnet, mit unzähligen MusikerInnen zusammengearbeitet haben und das immer nach einem Prinzip: Do it yourself! Konsequent haben sich The Ex kommerziellen Trends und Erwartungen verweigert und auch nur so lässt sich die musikalische Historie erklären.

Dazu gehören z. Bsp. eine Split-Single mit der irakisch-kurdischen Gruppe Awara im Jahr 1984, eine Doppelsingle mit 144seitigem Fotobuch zum 50 Jahrestag der spanischen Revolution 1986, Alben mit dem New Yorker Knitting Factory Cellisten Tom Cora 1993 mit Tortoise 1999 und der äthiopischen Saxophonlegende Getatchew Mekuria 2009,  drei John Peel Sessions, Konzerte mit dem Instant Composers Pool beim Jazz-Festival in Moers oder Tourneen mit The Mekons, Fugazi, Sonic Youth , Lanaya aus Mali und, bereits 2003, mit Konono N°1 aus dem Kongo.

The Ex 2011 sind ein über Jahre entwickelter Schmelztiegel musikalischer Stile. Das Spektrum reicht von eigenen Versionen äthiopischer `Gurage` Musik über hypnotische Tanzlieder bis hin zu intensiven Improvisationen, umgesetzt im typischen Ex-Stil mit disharmonischen & sehr rhythmischen Gitarren, einem rollenden fast afrikanischem Trommelstil und wunderbar ironisch intelligenten Texten. Und das klingt so:

Musik für dem Film „Building a broken mousetrap“ von Jem Cohen aus 2006. Damals noch mit G.W. Sok am Gesang. Er hat The Ex 2009 verlassen um sich mehr dem Schreiben zu widmen. Neuer Sänger ist seitdem Ronald de Boer von Zea.

Das sollte an aktueller Information reichen. Deshalb nun noch einige Videos für LiebhaberInnen.

Zuerst eine Ex-Version des Songs „Hidegen“ der ungarischen Gruppe Muzsikas

„State of shock“ von The Ex & Tom Cora. Kein offizielles Video aber sehr einfallsreich! Und auch allemal besser als die Coverversion von Yann Tiersen.

Und ganz frisch: The Ex live an der Yared Music School in Addis Abeba am 22. Februar 2011. Eine andere Version des Songs findet ihr Hier.

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