radioglobalistic präsentiert: ZEA – alternative Blues, Breakpop, electric Lo-Fi Grime aus Amsterdam – live am Sonntag, dem 23.6.2019 bei Egenberger Lebensmittel

 

ZEA POSTER

 

Wenn er nicht gerade mit den niederländischen Experimental/Postpunkveteranen The Ex unterwegs ist, reist Arnold de Boer als ZEA durch die Gegend. Zwischen Breakbeats, Elektronik, Gabber und afrikanischen Rhythmen spannt er seinen musikalischen Bogen, wild, schräg und mitreissend.

Über 1.500 Konzerte rund um die Welt haben Zea bisher gespielt, die seit 2008 nur noch einer sind, und dessen interkontinentales Schaffen als Sänger und Gitarrist von The Ex ist da noch gar nicht mitgezählt. Seit einigen Jahren betreibt Arnold de Boer das eigene Label Makkum Reords und hat seinen Radius mittlerweile bis Westafrika erweitert. Er tourt regelmäßig mit King Ayisoba in Ghana und ist durch eine mittlerweile ganzen Reihe von Veröffentlichungen mit MusikerInnen des Landes  zu einem internationalen Botschafter ghanaischer Counter Culture geworden ist.

Offen für Einflüsse war sein hemdsärmelig-unbekümmertes, nicht eigentlich naives Songwriting mit scheppernder Gitarre in der Tat von je her. Im Kern eine Art erwachsen gewordener Fun-Punk, treffen in seiner Musik afrikanische Pickings, Chip’n’Roll, Flipper-Amigacore, Fuzz-Dub- und Ethno-Funk-Experimente auf ein Fundament ursprünglichen Indierocks.

Jetzt kommt Arnold mit neuen Stücken nach Leipzig und die ersten beiden Titel, die er gerade veröffentlicht hat, enthalten, was die Texte betrifft, wieder zuckersüße Polemiken.

Wenn es um die Vermüllung der Meere, die Zerstörung der Artenvielfalt und den Raubbau an den Ressourcen unseres Planeten geht, ist der Mensch unter den Lebensformen bekanntlich Spitzenreiter. Man hat es oft gehört, und während die simple Feststellung aus dem Mund von Politikern oder der Feder von Journalisten redundant wirkt, macht sie sich in polemischen Biss verpackt immer wieder gut. Mit dezent rumpelnden Pappschachteltakten im Hintergrund, frohsinnig-folkigem Gitarrenspiel a la John Renbourn und ebenso fidelem Gesang spielt de Boer in “Agency”, dessen Titel wohl im Sinne von Agenda gemeint ist, Szenarien wie die weltrettende Vernichtung der Menschheit, ein Parlament der Tiere und Pflanzen und vieles mehr durch, und alles wirkt wie eine spontane humorige Schimpftirade, die man nicht anders als mit “so ist’s” quittieren kann. “I am not defending nature, I am nature defending itself”, schleudert er dem Status Quo des Anthropozän entgegen, und wem das noch nicht kämpferisch genug ist, der sollte sich auf jeden Fall auf sein Konzert begeben.

Hier sind noch zwei weitere Tracks, die das musikalische Spektrum, welches ZEA abdeckt, ziemlich gut abbilden. Das Konzert mit ZEA findet in der Markthalle Plagwitz, bei Egenberger Lebensmittel in der Markranstädterstrasse 8, Leipzig-Plagwitz, statt. Einlaß ist um 18h. Das Konzert beginnt pünktlich um 19.00h. Wer seine Kinder mitbringen möchte: Kein Problem. Es gibt einige Spiele vor Ort, falls doch Langeweile aufkommt.

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